Wir lieben den Schnee, wir lieben die Snowparks, wir lieben die Natur, wir lieben es, mit unseren Freunden Zeit auf dem Berg zu verbringen und dabei Spass zu haben. Abgesehen vom Spass, den wir beim Snowboarden und beim Skifahren erfahren, erleben wir auch immer wieder Momente, die so intensiv sind, dass man sie einem Aussenstehenden nur schwer vermitteln kann.
Dazu gehört der Adrenalinflash, nachdem man ein schier unpassierbares Couloir geklärt hat, die Glücksmomente, nachdem man seinen ersten Backflip gestanden hat, oder einfach die Magie, zusammen mit seinen Lieblingsmenschen während der letzten Talfahrt des Tages – am schönsten im von der untergehenden Sonne dunkelorange gefärbten Schnee – die letzten Lines in den Powder zu ziehen, während man sich mental schon auf das Fondue oder den Aprés-Ski vorbereitet. Diese Augenblicke sind unbezahlbar. Diese Augenblicke treiben uns immer wieder an. Diese Augenblicke machen uns zu dem, was wir sind: Lebensbejaher!
Wir haben uns für dieses Leben entschieden, weil es einfach verdammt viel besser ist, als sämtliche alternativen Lebenskonzepte, bei denen wir stundenlang– wenn nicht sogar tagelang – alleine zuhause im dunklen Zimmer sitzen würden um Videogames zu spielen, Tiefkühlprodukte zu verzerren und Leuten im TV zuzuschauen, wie sie das tun, was wir tatsächlich tun.
Allerdings fordert diese Art zu leben immer wieder seinen Tribut. Wenn man auf dem Berg ist, kann sich die Stimmung in Sekundenbruchteilen ändern. Eine Lawine kann Freunde verschütten, man wird auf der Piste angefahren oder man stürzt und verletzt sich.
Wir alle können uns noch an den Lawinentod von Craig Kelly erinnern, oder an den verheerenden Sturz von Kevin Pearce. Wir alle wissen, dass wenn man sich für ein Leben entscheidet, bei dem man soviel Zeit wie möglich in der Natur verbringt, bei dem man seine Grenzen immer wieder neu auslotet und bei dem man den Nervenkitzel regelrecht sucht, Tragödien passieren können. Bei diesem Lifestyle gehen Lächeln und Tränen Hand in Hand.
Gestern ist Sarah Burke von uns gegangen. Die Halfpipe-Weltmeisterin 2005 und vierfache X-Games Gewinnerin ist an den Folgen ihres schweren Trainingssturzes gestorben.
Wir sind bestürzt, schockiert und endlos traurig!
Unsere besten Wünsche gehen an ihren Ehemann Rory Bushfield, an ihre Familie und an ihre Freunde.
Sarah wurde 29 Jahre alt.
Wir werden ihr Lachen vermissen!
(Words: Duck)